Wie du deine Motivation behältst

Neues Jahr, neue Chance – oder nicht? Mit dem Beginn des neuen Jahres scheint jeder auf einmal mehr Sport machen oder sich gesünder ernähren zu wollen. Natürlich sind auch ganz andere Vorsätze dabei. Bei rund 7,5 Milliarden Menschen, gibt es auch 7,5 Milliarden Neujahresvorsätze! Das Ziel ist häufig trotzdem DER perfekte Sommerbody.

Der Plan war gut: eine Gym-Mitgliedschaft, neue Sportkleidung, Motivation durch ein inneres Bild, wie der Sommerbody aussehen wollten. Was viele vergessen: das geht nicht von heute und morgen. Es braucht Zeit.

Der erste Tag lief auch sehr gut: Workout erledigt, keine Süßigkeiten gebraucht und es ist besser weniger zu essen, als zu viel… Dann kommt der Tag, an dem die Entschuldigungen sich ihren Weg bahnen: „Es ist zu spät“, „Ich kann nicht, da ich nicht genug Zeit habe“ usw. Dasselbe gilt meist auch für die Ernährung: „Ich hole mir Take-Out auf dem Weg nach Hause“, „Ich hatte schon so lange keine Schokolade mehr. Nur einen Riegel.“ – und da war die Packung auch schon alle.

Was ist das Problem? Diese Menschen haben nur eine Idee, was sie wollen. Vergessen darüber leider, dass Veränderungen Zeit brauchen und dass sie sich mehr informieren müssen. Sportlicher, gesünder – das ist keine „Hals-über-Kopf“-Aktion, das ist eine Veränderung über einen längeren Zeitraum, eine Veränderung des eigenen Lebensstils.

Häufig fällt der Person die Veränderungen selber nicht auf – weil auf die falschen Parameter geachtet wird. Dadurch geht die Motivation verloren und das Projekt wird abgebrochen.

Daher möchte ich dir hier ein paar Tricks mitgeben, die mir geholfen haben und dir hoffentlich auch helfen können! Am Ende kannst du die Punkte bei vielen Projekten einsetzen! Bei Neujahresvorsätzen geht am häufigsten schnell die Motivation verloren und die Menschen ziehen dies das ganze Jahr mit sich. Daher möchte ich meine Herangehensweise an das Thema „Motivation“ hier anhand des häufigen Vorsatzes „abnehmen“ erläutern.

Emma hat sich letztes Jahr bereits vorgenommen, abzunehmen und DEN perfekten Beachbody zu haben. Dafür fehlen ihr ~ 10kg. Direkt nach Neujahr stand sie im Gym, hat einen 2-Jahres-Vertrag abgeschlossen, neue Sportkleidung gekauft und nur noch Obst und Gemüse gegessen. Die ersten Tage lief es auch ganz gut, das Gewicht wurde weniger. Nach ein paar Wochen, wurde die Motivation weniger: Arbeit wurde anstrengender, die Gummibärchen riefen nach ihr, dauernd war sie müde. Über kurz oder lang war das Projekt im Sand verlaufen – den Fehler möchte Emma dieses Jahr nicht noch einmal machen! Daher hat sie sich überlegt, dass sie anders an die Sache rangeht.

Visualisiere deine Motivation

– Warum möchtest du dein Projekt durchziehen?

Emma weiß es ganz genau: um ihren Traumbody im Sommer zu haben. Um ihre Motivation zu visualisieren, hat sie sich folgende Ideen überlegt:

  • alte Bilder von sich, wie sie nicht wieder aussehen möchte
  • Bilder aus dem Internet, die auf sie motivierend wirken (Sprüche, Strände, sportlichen Menschen)
  • Ihr Warum? aufschreiben.
  • Sich selber filmen, während sie darüber spricht
  • Beim abnehmen/zunehmen: Maßband nehmen und messen!
  • Ein Stück Strand direkt vor dem Meereswellen ist erkennbar. Annkathrin dreht im Kleid mit erhobenen Armen eine Pirouette. Man sieht Annkathrin gerade von hinten.

Warum der ganze Aufwand? Es bedeutet, dass du dich mit deinem Ziel auseinandersetzt und sich dein „Warum“ im Kopf festigst. Dazu kommt, dass, wann immer du dein Ziel aus den Augen verlierst, du deine Visualisierung herausholen und dir dessen wieder bewusst werden kannst.

Ich habe meine Ziele und meine Motivation auf die letzten Seiten in meinem Kalender geschrieben. So habe ich sie immer bei mir und kann sie nachlesen und abhaken.

Es ist egal, was deine Motivation ist. Es ist wichtig, dass DU weißt warum, nicht, ob andere es verstehen. JA, rede über deine Pläne und teile sie mit anderen – versuche dich nicht herunterziehen zu lassen, wenn andere sie nicht verstehen oder doof finden. Jeder Mensch ist anders und das heißt, dass auch ein jeder andere Ziele hat. Egal mit wem du sprichst, du wirkst merke, dass die Ziele deines Gegenübers auch nicht unbedingt immer deinen Geschmack treffen. ?

Setze dir Zwischenziele

Ein großes Ziel ist wie ein Berg, den du besteigen willst, bei dem du die Spitze hinter den Wolken nicht siehst. Bei so einem Projekt setzt man sich Zwischenziele – „Bis zu dem Plateau dort zwischen den Bäumen“ oder „bis xy Höhenmeter“.

Wenn du dir Zwischenziele setzt, hast du schon immer etwas geschafft, auf das du zurückblicken kannst.

Emma hat sich überlegt, dass sie die 10kg in 2kg-Schritte unterteilt. Ernährungstechnisch möchte sie versuchen, sich erst einmal anzunähern, weniger Süßes zu essen. Es ist jetzt Januar und sie hat sich ausgerechnet, dass sie pro 2kg ca. 5 Wochen hat, wenn sie im Juni ihre Traumfigur erreichen möchte.

Setze Dir ein Datum (oder mehrere)

Ihr Zieldatum hat Emma bereits: Den 01.06. des aktuellen Jahres. Emma hat sich außerdem überlegt, dass sie alle 5 Wochen 2kg weniger wiegen müsste, damit sie die 10kg am Ende weniger wiegt. Damit kann sie sich die Daten ihrer Zwischenziele auch aufschreiben.

Für die meisten Menschen ist es einfacher auf ein fest definiertes Ziel, mit möglichst wenigen Variablen, hinzuzuarbeiten. Ein fester Termin wird häufig eher eingehalten, als ein „irgendwann“. du kannst davon ausgehen, dass ein „irgendwann“ höchstwahrscheinlich ein „nie“ sein wird.

Informationen sammeln, weiterbilden

Der letzte Punkt ist, dass du dich über dein Projekt informierst und lernst. Hebe dich auf ein neues Level! Immer wieder werden Punkte aufkommen, an denen du nicht weiterkommst. Überlege dir und frage dich, was du brauchst um weiterzukommen. Lerne das oder informiere dich darüber – bilde dich selbst dabei weiter!

Emma z.B. hat bei ihrem sportlichen Teil festgestellt, dass sie mehr Abwechslung braucht. Bisher macht sie Cardio auf den Geräten, interessiert sich aber immer mehr auch für die Geräte mit Gewichten. Also macht sie einen Trainertermin aus und lässt sich diese erklären. Muskeln werden für sie auch immer interessanter, nachdem sie gelernt hat, dass Muskeln schwerer als Fett sind – dementsprechend, ihr Gewicht steigen kann, obwohl sie vom Aussehen her dünner wird. Dafür hat sie sich Bücher besorgt und bildet sich zu Hause weiter. Videos im Internet helfen ihr auch, genauso wie Vorträge in ihrer Umgebung.

Im Ernährungsbereich fehlt ihr dafür langsam die Motivation – ohne Süßigkeiten ist es schön und gut inzwischen. Was kann sie noch machen, fragt sie sich? Emma möchte nicht denselben Fehler wie im Jahr zuvor machen und sich am Ende nur noch von Obst und Gemüse ernähren, weswegen sie jetzt einmal die Woche zu einem Kurs geht, in dem ihr das Thema „Ernährung“ näher beigebracht wird. Sie lernt dabei, dass die richtigen Fette nicht schlimm sind, dass Kohlenhydrate auch nach 18 Uhr gegessen werden können und das Proteine für den Muskelaufbau benötigt werden.

Aber ich habe doch gar nicht so viel Zeit!

Natürlich hat nicht jeder in dem Ausmaß Zeit, wie Emma sie anscheinend hat. Da ist auf der einen Seite, die Frage, wie die Prioritäten gesetzt werden und auf der anderen Seite, musst du es nicht wie Emma machen und sich in mehreren Bereichen gleichzeitig weiterbilden – auch wenn sie zusammengehören.

Ich selber übernehme mich auch gerne – bis zu dem Punkt, an dem ich merke, dass ich mir überlegen muss, was ich davon als Erstes anpacke. Inzwischen trage ich mir Slots in den Kalender – in jedem bearbeite ich ein anderes Thema. Dies kann bedeuten, dass ich jedes Thema nur ein-/zweimal die Woche weiterbearbeite. Lese ich z.B. aber ein Buch, kann ich das abends direkt vor dem zu Bett gehen machen.

Emma merkt, dass umso tiefer sie sich mit den Themen befasst, desto mehr bleibt sie am Ball und behält damit ihre Motivation. Sie merkt Erfolge, da sie nicht nur auf die Waage schaut, sondern auch die Bilder und Messwerte hat. Ihre Motivation ist an den meisten Tagen vorhanden. Ist ihre Motivation mal versteckt, guckt Emma sich ihre Visualisierung ihrer Motivation an. Oder ihre Progressbilder bzw. Zwischenziele wie viel sie schon geschafft hat!

Konnte dir das weiterhelfen? Wie behältst du deine Motivation? Hast du noch Tipps & Tricks, welche du teilen magst?

Passend zum neuen Jahr, hat Paula von www.laufvernarrt.de einen “Gratis Intensivkurs für Motivation” gelaunched! Vielleicht ist er ja etwas für dich 🙂

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