Warum ich keine Geschenke zu Weihnachten haben möchte

Denk mal darüber nach: Was ist Weihnachten für Dich? Was ist der Gedanke dahinter? Was verbindest Du mit Weihnachten? Sind Weihnachtsgeschenke wirklich eine Notwendigkeit? In diesem Blogpost geht es darum, warum ich mir nichts zu Weihnachten wünsche.

Weihnachten. Ein Event das seit Jahrhunderten jedes Jahr passiert. Der Dezember ist ein Monat voller Freude. Auf die Weihnachtskarten warten, dein Haus oder deine Wohnung dekorieren, Weihnachtsmärkte mit Glühwein und Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Der Weihnachtsabend ist der Abend, an dem uns der Gottes Sohn Jesus zu uns geschickt wurde – zumindest im christlichen Glauben. Es ist ein christliches Fest, das so wichtig für alle einmal war. Heutzutage wird der Hintergrund oftmals vergessen.

Meine Familie und ich waren (und sind) nicht die, die in die Kirche gehen. Trotzdem ist es für uns wichtig, zu wissen, wofür die Feiertage stehen und was der Hintergrund ist. Dazu kommt, dass wir nie die Familie waren, die sich riesige und überteuerte Geschenke zu Weihnachten oder zum Geburtstag geschenkt haben. Als ich noch kleiner war, hat es mich schon ein bisschen gestört – die Freunde bekamen das neuste Spielzeug und ich „nur“ ein Kartenspiel? Gibt es irgendwen, der sich mit unter 10 Jahren an solchen Dingen nicht gestört hat? Ich glaube nicht.

Heute weiß ich, dass es egal ist. Früher war ich ein kleines bisschen eifersüchtig. Heute sehe ich, dass meine Eltern es jeden Tag möglich gemacht haben, dass wir jeden Tag alles hatten, was wir benötigen. Wir lernten (bis zu einem gewissen Ausmaß) mit unseren Sachen umzugehen und sie auch zu nutzen. Das soll nicht heißen, dass wir nur Dinge hatten, die wir auch wirklich nutzen – bei uns gab es auch Zeug, dass 99% der Zeit irgendwo herumlag. Es war nur weniger als bei anderen. All dies hat auch dazu geführt, dass mein Bruder und ich nicht sehr materialistisch waren. Ich gebe gerne zu, dass ich diese Phase später hatte und froh bin, sie überwunden zu haben.

Als ich anfing in Teilzeit im Supermarkt zu arbeiten, sah ich die Veränderungen jährlich. Die Weihnachtsartikel kommen immer früher in die Läden. Viele Kunden sehen es auch, sagen dazu auch etwas und denken dann doch nicht darüber nach, dass SIE es sind, die daran etwas ändern können! Solange Du es als Kunde nicht kaufst, bzw. erst zu dem Zeitpunkt wo du es wirklich benötigst, hat es einen Impact in den Büchern der Läden – das ist simples 1+1 zusammenzählen.

All diese Gedanken führten dazu, dass ich anfing mehr und mehr darüber nachzudenken, was Weihnachten wirklich bedeutet für mich. Das Ergebnis: Familienzeit, Entspannung, Spiele spielen und eine Menge Essen.

Brauche ich die Geschenke wirklich? Nein. Eigentlich nicht, denn ich habe alles was ich benötige und falls nicht, besorge ich es mir an dem Zeitpunkt. Dasselbe gilt für mich auch am Geburtstag. Ich verstehe, dass meine Familie mir gerne etwas schenken möchte – daher machen wir es jetzt so, dass ich denen explizit sage, was ich haben möchte. So haben sie mir zu Weihnachten z.B. einen neuen Kalender geschenkt und zwar genau den, den ich gerne haben wollte. In anderen Situationen haben sie mir Geld dazugegeben, wenn ich größere Anschaffungen tätigen wollte. Für mich ist das die richtige Lösung, mit dem „Nichts-schenken“ umzugehen.

Mein größter Wunsch für Weihnachten (und das ganze Jahr) ist genau einer: eine schöne Zeit mit Familie und Freunden zu haben.

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