Clever Geld sparen durch das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung

Wusstest du, dass du durch cleveres Einkaufen nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen sparen kannst? Laut Studien sind es sogar im deutschen Durchschnitt €234 pro Person/pro Jahr! Hier habe ich für dich Tipps und Tricks gegen die Lebensmittelverschwendung zusammengefasst!

Wie viele Lebensmittel kaufst du und schmeißt sie am Ende doch weg? Denk mal drüber nach, das dürften nicht wenige sein. Als nächsten Schritt, überlege einmal, warum du diese wegschmeißt. Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten? Hat das Obst oder Gemüse Stellen bekommen? Du magst es eigentlich gar nicht? Wahrscheinlich wirst du feststellen, dass viele Gründe vermeidbar wären.

Beginnen wir mit einem kleinen Faktencheck…

In der EU werden 89 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr weggeworfen.

In Deutschland ca. 13 Millionen Tonnen. Davon 6,7 Millionen Tonnen alleine in den Haushalten – das sind über 50% der weggeworfenen Lebensmittel in unserem Land!

Pro Person sind das ca. 82kg, was ungefähr zwei vollgepackten Einkaufswagen mit einem Warenwert von ~ € 234 entspricht.

800 Millionen Menschen hungern weltweit.

Was kann ich gegen die Lebensmittelverschwndung tun?

Eine Menge. Hier habe ich ein paar Tipps für dich zusammengefasst:

  1. Plane deinen Einkauf im Voraus.

Ob du jetzt deine ganze nächste Woche planst oder nur ein paar Tage, ist am Ende egal. Die Hauptsache ist, dass du keine Spontankäufe tätigst, welche du am Ende doch nicht verwendest. Schreibe dir auf, welche Lebensmittel dir ausgehen, wie viel du davon brauchst und wo du die besorgen möchtest. Ich nutze dazu die App „Pon“ (iTunes AppStore) und liebe diese. Natürlich gibt es noch viele andere – einfach mal schauen, welche für dich am besten passt. Oder klassisch: Papier und Stift.

  1. Lagere deine Lebensmittel richtig

Wie wird Brot gelagert? Wie Tomaten? Wo gehört was in den Kühlschrank? Was gehört in die Abstellkammer? Auf Pinterest habe ich dir in meinem Board „Lebensmittel richtig lagern“ einige Links zusammengestellt. Schaue da gerne mal nach!

  1. Mindesthaltbarkeitsdatum richtig lesen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass das Lebensmittel danach direkt verdorben ist und es weg muss. Es ist eine Richtlinie und häufig auch Tage später noch essbar. Nutze deine Sinne und schaue, rieche, schmecke – die helfen dir gute  Lebensmittel von verdorbenen zu unterscheiden. Vertraue ihnen und kämpfe gegen die Lebensmittelverschwendung!

  1. Verwende deine Reste kreativ

Mache Reste essen draus, Eintopf, Lasagnen, Salate – oder koche / mache deine Reste ein. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wenn du deine neuen Gerichte nicht direkt essen möchtest, nehme ein Glas und friere es ein. Damit hast du direkt Meal Prep für irgendeinen stressigeren Zeitpunkt erledigt. Du kannst deine übriggebliebenen Lebensmittel auch teilweise anpflanzen (Kartoffeln mit Augen zum Beispiel oder Zwiebeln) oder zum Putzen verwenden (Zitronen).

Beim Einkaufen kannst du bereits einiges beachten:

  1. Rette Lebensmittel!

Über Foodsharing und ortsbezogene (Facebook-)Gruppen kannst du Lebensmittel retten. Foodsharing bedeutet, dass es Menschen gibt, die regelmäßig bei verschiedenen Supermärkten o.ä. Lebensmittel abholen und die Reste, die sie nicht benötigen auf die Website von Foodsharing online stellen oder in die verschiedenen Lebensmitteltauschecken (in Hamburg z.B. die Keimzelle im Karo-Viertel).

Alternativen sind die Start-ups Too Good To Go oder SIRPLUS. TGTG ist eine App, über die du von Restaurants, Supermärkten, Bäcker die Ware vergünstigt abholen kannst, die sonst im Müll landen würden nach Feierabend. Sirplus ist ein Berliner Start-up, welches Lebensmittel, die fast oder gerade abgelaufene MHD’s haben, zum Verkauf anbietet. Dies kannst du in den beiden Berliner Filialen direkt vor Ort machen oder über deren Online Shop. Es lohnt sich dort umzuschauen, denn das Sortiment wechselt immer wieder!

Meine Ausbeute von einem Bäckershop via Too Good To Go für nur €2!
  1. Teile deine übriggebliebenen Lebensmittel!

Gebe selber ab, was du nicht mehr verwenden möchtest im Freundeskreis, bei Nachbarn oder via Foodsharing. Auch so vermeidest du Lebensmittelverschwendung und andere freuen sich noch darüber 🙂

  1. Kaufe bewusst ein.

Nimm die krumme Gurke, die einzelnen Bananen, die Packung die eine Delle hat. Genau das sind die Produkte, welche sonst sehr schnell im Müll landen.

Wenn du deine Einkäufe nur noch machst, dass genau die benötigten Lebensmittel in deinen Korb wandern, sparst du bereits ordentlich Geld. Über das retten und das teilen hast du die Möglichkeit, noch ein paar mehr Cent zu sparen.

Hast du noch weitere Ideen, wie du der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken kannst?

Anzeige

Für dich auch interessant ...

4 comments

  1. Ich plane meine Einkäufe eigentlich immer im Voraus. Dazu überlege ich mir 3-4 Gerichte, die ich in der Woche kochen möchte und kaufe dann dementsprechend ein. Meistens bleibt eh bei jedem Essen etwas übrig, das reicht dann für die Übrigen Tage der Woche 😀 Das macht echt schon einen gewaltigen Unterschied. Früher habe ich auch immer total planlos eingekauft: Voller Einkaufswagen, ein Haufen Geld weg, aber irgendwie doch nicht alles da, um eine komplette Mahlzeit zu kochen …

    Die Foodshring Apps würde ich gerne mal ausprobieren, aber leider gibt es bei mir in der Gegend kaum Angebote …

    Und z.B. bei Bananen kaufe ich auch immer die einzelnen und schon ein bisschen braunen. Die riesigen Bündel sind eh immer viel zu viel für mich.

    Achja und auf MHD achte ich eigentlich gar nicht mehr. Wenn es komisch aussieht, riecht oder schmeckt, kommt es weg. Ansonsten wird es gegessen.

  2. Ich kaufe immer mit Einkaufsliste ein und einer Planung, was ich daraus machen will. Das klappt daher meist ganz gut. Ab und zu werden Sachen dann leider doch nicht aufgebraucht und landen im Müll, aber das versuche ich so weit es geht zu vermeiden.
    Auf Festivals auch eine tolle Sache: beim M’era Luna fährt zum Ende des Festivals ein Wagen über den Campingplatz und sammelt nicht angebrochenes Essen ein, welches beim Festival übrig geblieben wäre. Am Ende kommt das dann zur Tafel. Dort gibt es auch ein Foodsharing Regal, das finde ich immer super!

  3. Toller Artikel. Und ich merke im Alltag immer wieder: es gibt Lösungen. Ich bin gerade in Paris und da gibt es mehrmals in der Woche eine Aktion wo von der Tafel (habe leider nicht auf das Fahrzeug geschaut wie das in Paris heisst, deshalb nenne ich es so) Lebensmittel verschenkt werden. Da sind Tische im Quadrat aufgebaut, hoch aufgeschichtet mit allem was es im Supermarkt gibt und Menschen mit sichtlich wenig Geld nehmen sich einfach was sie brauchen.
    Und zu mir kann ich sagen: ich habe von meinem Mann gelernt richtig einzukaufen, Obst und Gemüse richtig zu lagern. Und wir kaufen meistens auf dem Markt. Das lohnt sich – es geht viel weniger kaputt – und es macht auch noch Spaß. Frau lernt nie aus.

  4. Lebensmittelverschwendung ist so schlimm! Nicht nur im privaten Rahmen, auch im Handel! Eine Freundin von mir hatte mal in einer Bäckerei gearbeitet und ich war mal zufällig kurz vor Ladenschluss noch da, als sie alle nicht verkauften Sachen wegschmeißen musste. Das konnte ich gar nicht mit ansehen! Ich selbst versuche nur Sachen zu kaufen, die ich auch im entsprechenden Zeitraum aufessen kann. Es tut mir immer so leid, wenn doch mal was wegeworfen werden. Meist versuche ich Lebensmittel auch zu verschenken, die ich allein nicht verbrauche, z.B. aus unserer Lebensmittelbox!

    Liebe Grüße
    Jana

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.