Katharina und die Nachhaltigkeit | #8

Einige Zeit war es recht ruhig um diese doch beliebte Interview-Reihe – eingeschlafen ist sie jedoch nicht! Begonnen hat es letztes Jahr mit Rabea, über Vivien und Angelika, geht es jetzt endlich mit Katharina weiter. Viel Spaß beim Lesen!

Erzähle doch kurz über dich – wer bist du und wo kommst du her?

Hi –  ich heiße Kristina und lebe in Salzburg. Ich bin Vollblutpädagogin, Naturliebhaberin und leidenschaftliche Weltenbummlerin, außerdem in eher neueren Rollen Mama und Ehefrau :-D

Um dich noch ein bisschen besser kennenzulernen: 3 Dinge über dich, die bisher kaum/keiner kennt …

Ich bin absoluter Kaffeejunkie und vor dem ersten Kaffee Morgens zu nichts zu gebrauchen. Ich liebe meinen Mann dafür, dass er damit so gut umgeht und mir ganz oft die erste Tasse ans Bett bringt :-D
Ich bin leidenschaftliche Gärtnerin mit mittelgrünem Daumen. Ich glaub ich bemuttere die Pflanzen zu viel. Ich hasse Einkaufszentren. Ich halt die Leute nicht aus und das Überangebot mach tmich regelrecht wahnsinnig im Kopf. Damit kann ich nicht umgehen. Bei zu viel Auswahl wird mir schwindelig…

Seit wann lebst du nachhaltig und was war der Auslöser dafür?

Ich denke angefangen hat das durch die vielen Reisen, als ich schockiert feststellen musste wie vermüllt manche Orte sind, und dass die für mich normalsten Dinge der Welt gar nicht normal sind. Ich wurde am Land groß und wohl vergleichsweise eher minimalistisch erzogen. Mülltrennung war normal (wir hatten zu Hause kaum Restmüll), Lebensmittelverschwendung ein no-go und regional-selbst gezogen-saisonales Essen immer fester Bestandteil unserer Essgewohnheiten. 

Intensiviert hat sich das durch Tom, meinen jetzigen Mann und seit unser Sohn auf der Welt ist noch verstärkt. Wobei wir bei Gott keine heiligen sind, aber ich denke es ist einfach wichtig hier ein breites Bewusstsein in der Gesellschaft aufzubauen.

Wie definierst du „Nachhaltigkeit“ für dich?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich im Grunde der Erde nur so viele Ressourcen zu entnehmen, wie auch nachwachsen können. Eigentlich könnte man es mit Gleichgewicht oder Balance übersetzen. In meiner Utopie würde so jeder seine Rolle finden und wir alle mit allem im Einklang leben. Das klingt jetzt schon fast religiös :-D

Was ist dein bisher interessantestes Learning auf deiner Reise?

Es ist oft gar nicht leicht wirklich nachhaltig zu leben. Es bedarf oft an viel Information um Dinge zu verstehen und auch eines kritischen (skeptischen?) Kopfes eigentlich allem gegenüber (Medien, Politik, Mitmenschen etc.) 

Unsere Gesellschaft ist derartig in das momentane Konsummuster verstrickt, dass es schwierig sein wird hier die große Umstellung zu schaffen, denn die bedeutet für alle weniger von allem.

Hat dich die Nachhaltigkeit bereits persönlich weitergebracht? Wenn ja, inwiefern? 

Ich denke man lernt in diesem Prozess automatisch etwas runterzukommen, zu entschleunigen, sich etwas weniger wichtig zu nehmen und die vielfältigen und relevanten Dinge des Lebens zu schätzen, das echte Leben zu leben und sich Zeit zu nehmen um Augenblicke zu genießen.

Bist du durch dein nachhaltigeres Leben aktiver im Alltag geworden?

Auf jeden Fall. Ich schätze und genieße jede Minute in der Natur. Vor allem in eher menschenleerer Natur und bewege mich eigentlich täglich draußen. Fernseher gibt’s bei mir schon seit 10 Jahren keinen mehr, ich wüsste auch gar nicht wann ich den einschalten würde. Wer unseren Blog kennt, kriegt zumindest in Ansätzen mit, dass wir unsere Zeit am liebsten in den Bergen verbringen.

Was ist dein liebster Tipp, wenn du gefragt wirst, wie man einfach nachhaltig leben kann?

Sich immer erst zu fragen „Brauche ich das wirklich?“ 

Weniger ist oft mehr und der Minimalismus kann sehr befreiend wirken ?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht jetzt dem Trend aufzuspringen und wie wild alles durch vermeintlich nachhaltigere Produkte zu ersetzen (zB vorhandene funktiontüchtige Dinge durch Neues, das „grüner“ wirkt.) Nachhaltige Optionen wären vermeiden – verringern – wiederverwenden – recyceln – kompostieren ♻️ Neu kaufen ist niemals die nahhaltige Variante. Meine Einsteigertipps habe ich in einem Artikel zusammengefasst: 10 einfach Möglichkeiten, die jeder umsetzen kann.

Zum Abschluss, eine Frage, die die Menschheit spaltet: Pizza mit oder ohne Ananas?

Definitiv ohne :-D

Wenn’s um Müllvermeidung und Ressourcenschonung geht kann ich euch nur empfehlen Pizza auch mal selber zu machen – auch hierfür gibt’s ein geniales, super leckeres Rezept am Blog. Bei uns kommt die 1x im Monat auf den Tisch. 

Vielen lieben Dank, Kristina für deine Antworten!

Du findest Kristina auf Instagram unter @adventure.mo, auf Facebook und natürlich auf ihrem Blog adventuremo.de.

Hast du auch Lust, interviewt zu werden? Dann schreibe mir eine kurze Nachricht via dem Kontaktformular oder bei Instagram. ?

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2 comments

  1. Ich finde es total inspirierend, wenn Menschen es schaffen, nachhaltiger zu leben. Hätte ich einen Garten, würde ich auch mehr Gemüse selber anbauen, so wie früher in unserem Ferienhaus. Das macht auch Spaß, aber ist ohne Garten nicht einfach. Da muss man eben andere Wege finden.

    1. Hey Tanja,

      ich habe leider auch keinen Garten, aber einen Balkon. Letztes Jahr habe ich dort bereits Gurken, Tomaten, Kartoffeln und Kräuter angepflanzt. Ah und Erdbeeren. Dieses Jahr auch wieder einiges. Ich nutze dazu große Blumentöpfe oder auch so einen größeren Kasten von Ikea. Vielleicht ist das eine Idee für dich?

      Kräuter lassen sich auch super drinnen ziehen :)

      Liebe Grüße
      Annkathrin

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