Dinkelbrot für Anfänger

Wann hat dir Brot so richtig gefehlt? Bei mir war es in meinem Auslandsjahr in Neuseeland – irgendwann war die Vermissung nach typisch deutschem Brot sehr extrem. Auch das, was als „deutsches Brot“ dort ausgelobt wurde, war nicht ganz vergleichbar. Das war einer der Auslöser, warum ich unbedingt lernen wollte, mein eigenes Brot zu backen. Heraus kam anfangs dieses leichte Dinkelbrot.

Seit ich klein war, hat meine Mutter regelmäßig Brot selber gebacken. Von Weizenbrot, Dinkelbrot, Vollkornbrot bis hin zu Sauerteigbrot war alles dabei. Richtig wertgeschätzt habe ich es nie, erst als ich es in meinem Auslandsjahr vermisste.

Brot zählt für den heutigen Menschen als Grundnahrungsmittel und ist schon ziemlich lange bekannt. Doch woher kommt das Brot und wie lange gibt es das schon?

Die Geschichte des Brotes

Als der Ackerbau so richtig begann, war das der Zeitpunkt, an dem die Menschen sesshaft wurden. In dieser Zeit wurden Getreide mit großen Körnern aus den süßen Getreiden gezüchtet.

Erst wurden diese roh oder angeröstet gegessen, bis angefangen wurde, sie mithilfe von Wasser zu Brei zu verarbeiten. Beeren, Kräuter und Gewürze wurden hinzugeben, so dass der Brei immer besser schmeckte. Im Grunde entspricht dies dem heute bekannten Haferbrei bzw. Porridge.

Durch fehlende Lagerungsmöglichkeiten des Breis, wurde er gebacken. Damit wurde der Fladen erfunden. Ein Beispiel ist dieses selbstgemachte Fladenbrot.

Überliefert wird, dass die Hofbäckereien der ägyptischen Pharaonen mindestens 30 Brotsorten buken. Verrückt wie alt das Brot schon ist!

Vom Fladen geht die Geschichte des Brotes zum Sauerteig. Wo, wann und wer ihn nun erfunden hat, ist unklar. Aufgrund Hinweise in der Bibel scheint der Sauerteig jedenfalls schon 1.400 – 1.200 v. Chr. bekannt gewesen zu sein.

Der Vorgänger der Hefe, war die Entdeckung der Gärung für Bier. Die erste Hefe wurde dann durch Abschöpfen des obergärigen Bieres gewonnen. Die industrielle Produktion von Hefe startete ca. Mitte des 19. Jahrhunderts.

Es gibt noch so viel mehr zu der Geschichte des Brotes sagen, das würde jedoch ordentlich ausarten. Wenn du Interesse daran hast, kann ich dir die Brotausstellung empfehlen.

Wie viele Brote gibt es in Deutschland?

Das deutsche Brotinstitut schreibt, dass im deutschen Brotregister über 3.200 Brote genannt sind. Dies hat verschiedene Ursprünge. Ein Ursprung ist die klimatische Voraussetzung, welche den Getreideanbau von Weizen und Roggen begünstigt. Der andere die Kleinstaaterei des Reiches. Jede Stadt, jeder Kleinstaat und jeder Landstrich hatte seine eigenen Brotformen, wodurch es kein Wunder ist, dass es bereits damals unzählige verschiedene Sorten gab.

Heutzutage gibt es so viele Bäckereien, die einen hart umkämpften Markt bearbeiten. Aus diesem Grund werden jedes Jahr mehr und mehr Brotsorten registriert.

Die Vielfältigkeit des Dinkelbrotes

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema, ich möchte endlich Brot backen können und habe daher mit diesem einfachen Dinkelbrot gestartet. Das Rezept ist ein einfaches, das ich mir aus dem Internet gesucht habe. Da es mehrmals diese Zusammensetzung gab, kann ich dir keine genau Quelle nennen- und selbst wenn, wäre es wahrscheinlich nicht die Ursprungsquelle.

Im Rezept spreche ich es an, dein Dinkelbrot kannst du dir so verfeinern wie du möchtest. Ich habe in meines Brotgewürz gegeben und mit Kürbiskernen bedeckt. Wie und wie viel, ist deinem Geschmack überlassen. Teste dich durch!

Aus diesem Grund, ist dieses Rezept (mal wieder) super vielfältig und für jeden!

Ich bin gespannt, was ich mit der Zeit noch so auf unseren Tisch zaubere. Übrigens: in Neuseeland habe ich Brot vermisst, zurück in Deutschland die Cheese Scones. Nie kann man es einem Recht machen… 

Was verbindest du mit Brot und welches ist dein liebstes?

Rezept

Dinkelbrot

Gericht Backwaren
Länder & Regionen Deutsch
Keyword Backen, Brot

Zutaten

  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 TL Salz
  • 15 g Trockenhefe
  • 250 g Wasser lauwarm

Optional

  • Brotgewürz
  • Kürbiskerne

Anleitung

  • Gib alle Zutaten in eine Schüssel, in der du diese zu einem glatten Teig verarbeitest. Auch die Gewürze, wenn gewünscht, gibst du in diesem Schritt hinzu.
  • Stelle deinen Teig, abgedeckt mit einem Handtuch, an einen warmen Ort. Lasse ihn ca. 30-45min gehen. Das Volumen sollte sich nun verdoppelt haben.
  • Knete den Teig noch einmal richtig gut durch.
  • Forme deinen Teig zu Brot oder Brötchen. Mit Wasser und Milch kannst du ihn einpinseln, so entsteht am Ende eine schöne, kräftige Kruste. Die Kürbiskerne kannst du danach auf dein Brot streuen.
  • Dein Brot lässt du noch einmal ca. 5 Minuten gehen, bevor du es mit einem scharfen Messer längs mittig ca. 1cm tief anschneidest.
  • Für ca. 50 Minuten lässt du dein Brot bei 200°C Umluft im Ofen.
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