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Vegane Pierogi mit Pilz-Kartoffel-Füllung

29/08/2021

Die Liebesgeschichte zwischen Pierogi und mir begann im Sommer 2020. Nach einem langen Tag wollte mein Freund kurz Zutaten für das Abendessen besorgen. Während ich mit einem leckeren, frisch gekochten Essen rechnete, kam er mit einem freudestrahlendem Gesicht wieder & hielt eine Tiefkühlpackung und eine Zwiebel hoch: „Ich habe Pierogi gefunden!“

In den sozialen Medien hatte ich die gefüllten Teigtaschen bereits gesehen. Jedoch nie so bewusst wahrgenommen. Und dementsprechend auch noch nie gegessen.

Während er in der Küche herumwurschtelte, deckte ich den Balkontisch. Es roch schon sehr gut, muss ich sagen. Als es dann endlich so weit war (ich hatte Hunger und alles dauerte eeeeeewig, dabei gehen Pierogi ziemlich schnell), genossen wir einen schönen lauen Sommerabend mit dem leckersten Essen: Pierogis mit Pilz-Kartoffel-Füllung. Dazu gereicht karamellisierte Zwiebeln, Creme Vega und selbstangebauter Schnittlauch.

Anscheinend gibt es diese Speise nicht in allen Supermärkten. Mein Freund berichtete jedenfalls, dass er sie das letzte Mal im Urlaub in Polen gegessen hat. In meiner Wohngegend gibt es viele verschiedene Kulturen. Was erklärt, warum die Lebensmittel in „meinem“ Supermarkt sehr vielfältig sind.

Der Ursprung von Pierogi

Pierogi sind gefüllte Nudelteigtaschen. Wo sie ihren richtigen Ursprung haben, ist ungeklärt. Mittelalterliches Polen, ostslawischer Raum oder doch inspiriert durch fernöstliche Traditionen wie den Dumplings – wer weiß das schon. Die Hauptsache ist, dass sie schmecken.

Am meisten sind sie in der ostmittel- und osteuropäischen, sowie finnischen Küche verbreitet. Anfangs wurden Pierogis meist nur an Feiertagen gereicht. Heute ist das anders. Je nach Füllung können sie als Vorspeise, Hauptspeise oder sogar anstelle von Kuchen zum Tee gereicht werden. Im polnischen Raum gilt die Speise auch als fast food.

Wie die Füllungen variieren können, gilt dasselbe für die Herstellung, Art des Teiges, und Namen. Vielleicht bist du ihnen also schon einmal begegnet, ohne das so genau zu wissen. In der deutschen Sprache werden sie „Piroggen“ genannt.

Variationen und Füllungen

Pierogi können aus den verschiedensten Teigarten hergestellt werden. Am weitesten verbreitet sind

  • Nudelteig
  • Hefeteig
  • Blätterteig

Ich mache meine aus einem einfachen Nudelteig. Diesen findest du auch im untenstehenden Rezept. Nachdem ich meine Liebe für dieses Gericht entdeckt habe, habe ich recht schnell beschlossen, sie nur noch selber zu machen. Außerdem kann ich so sichergehen, dass es vegane Pierogi sind.

Diese Massen an Plastikverpackungen die ich produziert hätte, wenn ich sie immer tiefgekühlt gekauft hätte, wollte und will ich nicht verantworten. Und so fing ich an, auszuprobieren. Relativ schnell wurde ich fündig und bin seitdem glücklich mit diesem Pierogi-Rezept.

Nachdem ich mein Rezept das erste Mal auf Instagram geteilt habe, wurde mir erzählt, dass Pierogi auch eine Süßspeise sind. Was eine coole Sache! Leider habe ich das noch nie probiert, dennoch möchte ich die ein paar Beispielfüllungen nicht vorenthalten:

  • Kartoffeln und Hüttenkäse (bzw. mit den verschiedensten Arten von Käse, auch „pierogi ruskie“ genannt)
  • Kirschen
  • Sauerkraut
  • Sauerkraut-Steinpilzfüllung
  • Quarkfüllung

Im Grunde sind deiner Fantasie wie bei Ravioli, Maultaschen, Tortellini & Co keine Grenzen gesetzt. Je nach Füllung sind sie daher für eine vegane, vegetarische oder omnivore Ernährung geeignet. Womit füllst du deine nächsten Pierogi?

Rohe Pierogi auf einem mit Mehl bestäubten Brett – entweder direkt vor dem Kochen oder vor dem Einfrieren.

Pierogi einfrieren – geht das?

JA! Dazu machst du alle Schritte im Rezept, bis auf das Kochen am Ende. Ich lege zum Einfrieren die geformten gefüllten Teigtaschen nebeneinander auf ein mit Mehl bestäubtes Brett und stelle das in das Tiefkühlfach. Nach 2 bis 3 Stunden nehme ich die wieder heraus und fülle sie in Dosen um. Die dann wieder in das Gefrierfach kommen.

Der Grund ist simpel: in den ersten Stunden frieren die einzelnen Pierogis von aussen nach innen ein. Friere ich sie also einzeln an, ist die Chance größer, dass ich beim auftauen einzelne Pierogi herausnehmen kann und nicht dazu erst einmal alle antauen muss.

Dieser Trick funktioniert auch wunderbar beim Einfrieren von Obst, Gemüse und jeglichem anderen Lebensmitteln.

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Pierogi mit Pilz-Kartoffel-Füllung

Gericht Hauptgericht
Länder & Regionen Polnisch
Keyword Hausgemacht, Herzhaft, Vegan
Portionen 30 Stück
30 Stück

Zutaten

Teig

  • 250 g Mehl Tipo 00
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Wasser lauwarm

Pilz-Kartoffel-Füllung

  • 1 Kartoffel
  • 2 EL Kokosöl
  • 150 g Champignons braun
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Pfeffer

Karamellisierte Zwiebeln

  • 1 El Kokosöl
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • Zucker

Anleitung

Teig

  • Gib das Mehl und das Salz in eine Schüssel. Während des Knetens nach und nach das lauwarme Wasser hinzugeben.
  • Knete den Teig bis er geschmeidig ist. Eventuell musst du noch Wasser oder Mehl hinzugeben (oftmals reicht nur ganz ganz wenig!). Danach mit einem Tuch abdecken und ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Pilz-Kartoffel-Füllung

  • Koche die Kartoffel gar.
  • Schneide die Zwiebel und die Champignons ganz klein. Brate die Zwiebel in der mit Öl erhitzten Pfanne glasig. Dann gib die Champignons hinzu und brate alles für ca. 5 Minuten.
  • Wenn die Kartoffel fertig ist, gieß das Wasser ab und zerstampfe sie.
  • Zuletzt die Champignons, Zwiebeln und Stampfkartoffeln gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Zubereitung der Pierogi

  • Rolle den Teig 3-4mm dünn aus. Mithilfe eines Glases steche Kreise aus.
  • Auf jeden Kreis gibst du ca. 1 TL Füllung. Befeuchte den Rand mit Wasser und klappe die Kreise zusammen. Drücke den Rand mit den Fingern oder einer Gabel fest zusammen.
  • Erhitze in einem Topf Wasser mit Salz und einem Schuss Öl. Sobald es kocht, stelle die Temperatur herunter, so dass es nur noch köchelt.
  • Gib deine Pierogi portionsweise hinein. Wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen, noch kurz drinnen lassen, bevor du sie herausnimmst und die nächsten hineintust.

Karamellisierte Zwiebeln

  • Hacke die Zwiebel klein und brate sie in einer Pfanne gläsern an.
  • Gib eine Prise Salz und den Zucker hinzu. Einen Moment weiterbraten und karamellisieren lassen – fertig!
Du hast das Rezept ausprobiert?Benutze @aennislife und den Hashtag #aenniskuechenzauber!
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