Rezension: Will McCallum – „Wie wir Plastik vermeiden“

Neues Wissen zum Thema Nachhaltigkeit und Zero Waste mag ich nicht nur über die Nachrichten, Dokumentationen oder Social Media mir aneignen. Auf der Suche nach Büchern zur Thematik bin ich auf „Wie wir Plastik vermeiden“ von Will McCallum gestoßen.

McCallum ist der „Head of Oceans” von Greenpeace und hat dementsprechend eine große Expertise vorzuweisen im Kampf gegen Plastik. Unter einer von ihm weltweit geleiteten Kampagne ist das größte Schutzgebiet im Antarktischen Ozean entstanden.

Zusammenfassung

„Das Problem der Plastikverschmutzung betrifft uns alle,

und deshalb tragen wir auch alle die Verantwortung dafür,

jeder für sich als Individuum,

aber vor allem gemeinsam,

als Kollektiv.“

Die größte Herausforderung im jetzigen Jahrhundert ist der Kampf gegen Plastik. Allerdings ist dies noch nicht jedem bewusst genug und viel Aufklärungsarbeit muss noch geleistet werden. Gerade für die Tiere und die Meere – also die, die gar nichts dafürkönnen, leiden unter diesem ökologischen Problem.

In „Wie wir Plastik vermeiden“ zeigt McCallum Wege auf, wie ein jeder bereits mit Kleinigkeiten seinen Teil dazu beitragen kann, das Plastik-Problem zu verringern. Tipps und Tricks für fast jeden Alltagsmoment, untermalt mit Checklisten, welche dem Leser bei der Umsetzung helfen können.

Meine Meinung

Ich finde, dass McCallum ein sehr gutes Buch für Anfänger geschrieben hat. Anfangs wird der Ist-Zustand der Erde erklärt und welchen Hintergrund er mitbringt. Es werden Fakten genannt und dennoch Mut gemacht, dass wir es schaffen können.

Schön sind auch die Checklisten, mit denen der Leser die einzelnen Bereiche in seinem Alltag besser plastikfrei bekommen kann.

Ich für mich konnte aus diesem Buch nicht so viel herausziehen. Wie bereits geschrieben, ist es sehr auf Anfänger ausgerichtet. Ehrlicherweise hatte ich so etwas bereits erwartet, nur nicht in dem Extremen. Vieles habe ich beim Lesen in Frage gestellt, wie z.B. das Unternehmen Lush, seine beschriebenen Waschmittelalternativen und den Weichspüler sowieso. Unter “Der Umwelt zuliebe” kannst du einiges zu meinen Gedanken dazu lesen.

Zum Ende hin geht es darum, wie ein jeder aktiv werden kann, um seine Mitmenschen aufzuklären. Dabei merkt man sehr stark, dass McCallum von Greenpeace ist. Es geht vorrangig um große Aktionen, wie Strände säubern, an Unternehmen herangehen. Viele Menschen trauen sich das jedoch nicht sofort, sondern machen das ganze lieber erst einmal im kleinen Kreis. Meiner Meinung nach ist genau dieser Ansatz leider zu wenig behandelt werden.

Alles zusammengenommen, ist „Wie wir Plastik vermeiden“ ein Buch, dass ich Anfängern im Bereich Nachhaltigkeit auf jeden Fall empfehlen würden.

Infos zu “Wie wir Plastik vermeiden”

3 out of 5 stars

Will McCallum – „Wie wir Plastik vermeiden“

Verlag: Ullstein

Erscheinungsdatum: 07.09.2018

Taschenbuch, 256 Seiten

ISBN: 978-3-54806-062-0

[D] € 12.00

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10 comments

  1. Danke für die Vorstellung des Buches, bis jetzt ist es mir noch nicht über den Weg gelaufen. Ich gebe dir vollkommen Recht, dass für viele am Anfang eher nicht die großen Aktionen wichtig und interessant sind, sondern wie sie ihren Alltag etwas umgestalten können. Aber ein großteil der Menschheit beschäftigt sich leider nicht mit diesen Themen, da kann ein Überblick ( wie tief wir schon in der Sch*** stecken) auch sehr hilfreich sein…
    Liebe Grüße
    Katharina vom http://www.Wendlandrand.de

    1. Diese Alltagsgeschichten werden in diesem Buch auch sehr gut behandelt, was mir gut gefällt. Ich hoffe, dass ich mit dem Vorleben und dem darüber reden einige Menschen dazu bekommen kann, über diese Thematik nachzudenken & zu inspirieren, auch etwas zu ändern. :)

      Liebe Grüße
      Annkathrin 🌿

  2. Ich finde Plastikvermeidung unheimlich wichtig! Heutzutage gibt es viel zu viel von diesem Material und vor allem auch an unnötigsten Stellen! Ich versuche nur noch Obst- und Gemüsebeutel aus Baumwolle beim Einkauf zu nutzen, aber wie oft steht man vor dem Problem, dass die gesunden Sachen, die man kaufen möchte, eingeschweißt sind! Die Krönung davon hab ich ja vor ein paar Wochen in Norwegen gesehen. Da stand ich im Supermarkt und dachte, ich guck nicht richtig. Da waren doch tatsächlich alle roten Paprikaschoten einzeln in dicke Plastikfolie eingeschweißt. Wahnsinn!

    Liebe Grüße
    Jana

  3. Das Buch kannte ich noch nicht, vielen Dank für die Rezension. Vom Titel hätte ich es mir wahrscheinlich gekauft, aber nach deinem Fazit darüber, vielleicht doch eher nicht …

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