Warum mir meine Morgenroutine heilig ist

Wecker klingeln, snoozen, im letzten Moment hektisch aus dem Bett springen und nach einer Katzenwäsche direkt los hört sich in etwa nach deinem Morgen an? Meiner war lange Zeit ähnlich. Bis ich mir gesagt habe, dass das so nicht mehr weitergehen kann und eine Morgenroutine entwickelt habe. Findet sie nicht statt, ist das, als wenn ich mit dem falschen Bein aufgestanden bin.In meinen Instagram Stories kannst du regelmäßig sehen, dass meine Tage sehr früh beginnen. Immer wieder kommen die Nachrichten mit „Respekt! Das könnte ich nicht.“, „Wie machst du das?“ und vor allem „Warum?“. Heute möchte ich dir meine Morgenroutine näherbringen.

Das erste Wecker klingeln

Mein Wecker klingelt um 4:00 Uhr morgens. Er liegt auf dem Flur, damit ich aus dem Bett muss um ihn auszustellen. (Und, weil ich keine elektronischen Geräte im Schlafzimmer mag.) Auf dem Weg laufe ich bereits an meinem gefülltem Wasserkocher vorbei. „Klick“ – angestellt. Der halbe Weg zum Badezimmer ist auch bereits getan – dann kann dieser auch beendet werden. Zähne putzen, dabei schon das essen aus dem Kühlschrank holen, Abwasch wegräumen. Kleinigkeiten, die so oder so erledigt werden müssen. Lautsprecher und Handy verbinden, Musik an. Tee aufgießen. Jetzt werde ich so richtig wach. – Übrigens sind das die Kleinigkeiten über die ich bereits in meinem Blogpost “Mehr Ordnung in deinem Alltag mit diesen 7 Tipps und Tricks” geschrieben habe.

Zahnbürste weg, im Bad fertig machen, Haare kämmen, zurück ins Schlafzimmer – Bett machen und anziehen. Inzwischen ist es 04:20 Uhr.

Pflicht erledigt, jetzt kommt die Kür

35 Minuten habe ich jetzt zur freien Verfügung während meiner Morgenroutine. Als allererstes schreibe ich mein Journal. Begonnen habe ich es als Erfolgsjournal, inzwischen ist es etwas zwischen Erfolgsjournal, Dankbarkeitsbuch und Tagebuch. Ich lasse den vorherigen Tag Revue passieren und schreibe nur positives auf. Egal, was passiert ist – mit den positiven Momenten war der Tag nur noch halb so schlimm. Meistens habe ich am Abend vorher mir schon darüber Gedanken gemacht, so dass ich auch mit einem positiven Gefühl schlafen gegangen bin. Laura von labold minds schreibt Morgenseiten und hat ein tolles Video dazu gemacht!

Danach mache ich, was so anliegt. Mal ist es Wäsche abhängen, fegen, Zettel wegsortieren, Sachen für abends oder die nächsten Tage bereitlegen. Mal ist es lesen oder Weiterbilden. Mal sitze ich mit meinem Tee auch nur auf dem Sofa und schaue nach draußen. Oftmals habe ich mir am Abend vorher notiert, was ich morgens erledigen möchte. Ich mache mir nicht den Stress, dass ich das dann alles schaffen muss, sondern freue mich über jeden Punkt, den ich abhaken konnte.

Die finale Phase meiner Morgenroutine

Um 4:55 Uhr klingelt mein Wecker wieder. Dieses Mal, damit ich mein vorbereitetes Essen, meinen Tee To-Go etc. einpacke, Schuhe an, Jacke, alles ausmachen und um 05:00 Uhr verlasse ich dann meine Wohnung. Bevor ich mich anziehe, checke ich immer noch einmal ab, ob meine Bahn auch fährt. Sobald die mehr als 5min Verspätung hat, nehme ich die nächste, da ich meinen Anschlussbus garantiert nicht mehr bekomme. Ich bin jetzt wach, fit und munter. Habe bereits Kleinigkeiten erledigt und starte so entspannt in den Tag!

The big question: Warum so früh aufstehen?!

Ich pendle und habe festgestellt, dass die frühere Bahn am wenigsten Probleme macht. Das ist für mich der Hauptgrund. Denn ich mag warten überhaupt nicht, wenn es verlorene Zeit ist – was es an den Bahnhöfen morgens für mich ist. Außerdem kann ich in der Zeit von 6:15 bis ~ 07:30 Uhr ungestört arbeiten, bevor es bei uns wirklich los geht. Noch ein Pluspunkt ist, dass ich freitags so gut wie immer um 12:00 mittags Feierabend machen kann und ein gefühltes langes Wochenende habe.

Hast du auch eine Morgenroutine? Wie sieht diese aus? Oder noch nicht, aber schon einmal mit dem Gedanken gespielt? Was hindert dich daran?

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12 comments

  1. Ich verstehe dich. Als ich in den letzten Monaten meine Masterarbeit geschrieben habe, habe ich auch eine Morgenroutine entwickelt, weil ich festgestellt habe, dass ich zwischen 7 und 10 Uhr am produktivsten bin. Jetzt allerdings wo ich frei habe und keine Deadline, keine Aufgaben die erledigt werden „müssen“, habe ich das schleifen lassen und lebe so irgendwie in den Tag hinein. Ein paar Tage ging das gut, aber jetzt merke ich, dass ich wieder eine Routine brauche, weil ich sonst irgendwie total unausgeglichen bin und nichts richtig gebacken bekommen über den Tag. Ich möchte mich jetzt mal daran machen, eine Morgenroutine „für die Ferien“ zu entwickeln, das kann man ja anpassen :)

    1. Manchmal müssen diese paar Tage “Pause” auch einfach sein. Dafür danach mit voller Power wieder los. Sehr cool mit der Masterarbeit – herzlichen Glückwunsch!

      Liebe Grüße
      Annkathrin 🌿

  2. Wow wow wow, Wahnsinn wie du das machst! So eine richtige Morgenroutine habe ich nicht, weil ich einfach erst nachmittags bis abends arbeite – und das bei mir im Haus. Trotzdem gibt es Sachen, die immer gleich sind: anziehen und dann erstmal die Kaffeemaschine an ;)

  3. Ok wen man pendelt ist die Uhrzeit klar von Vorteil. Aber den Wecker in den Flur stellen könnte ich nicht. Ich überhöre Wecker immer. Habe daher einen Wecker der eine Heavy Metal Playlist spielt. Das klappt noch xD

    Aber die Idee mit dem Tagebuch/Journal finde ich klasse. Sowas habe ich quasi als App. War mal die Idee einer Freundin als ich in einer Depression fest steckte. Genau wie To Do Listen. Das hilft super gut. Seit dem bin ich motivierter und kontrollierter.

    Deine Routine ist aber schön zu sehen :)

    xoxo Vanessa

    1. Haha das fragen mich viele, wie ich meinen Wecker da höre 😁 empfinde meinen Handywecker tatsächlich als sehr laut 😅 das Wichtige ist, dass du wach wirst – egal wie 😁

      Als App habe ich das auch mal ausprobiert, bringt mir gar nichts. Das vergesse ich & finde das per Hand schreiben auch viel schöner 🥰
      To-Do-Listen for the win! 💪🏼

      Liebe Grüße
      Annkathrin 🌿

  4. Ohje, ich bin auch so jemande, der immer bis zur letzten Minute liegen bleibt! Als richtige Nachteule komm ich Abends nicht früh ins Bett und morgens nicht früh aus dem Bett! Ich snooze auch immer, so lange es nur geht :) Aber vielleicht nächstes mal 2/3mal weniger :)

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Wie fühlst du dich mir dem vielen snoozen? Müder oder wacher? Die meisten werden viel müder dadurch & finden es noch schwerer in den Tag zu starten. Bin gespannt bei deinen Erfahrungen mit dem weniger snoozen!

      Liebe Grüße
      Annkathrin 🌿

  5. Mein Morgen ist immer sehr kurz, aber ich hab eine gewisse Routine entwickelt, mit der ich gut klarkomme. Finde das auch wichtig, damit man einigermaßen gut in den Tag starten kann.

    LG
    Michelle

  6. Ich nehme mir schon gefühlt ewig vor eine Routine zu entwickeln. Ich bin aber einfach jemand der so langsam in die Gänge kommt… und seit ich ein Kind habe genieße ich die Minuten bis mich der Zwerg aus dem Bett ruft noch mehr. Aber ich weiß, dass es mir grundsätzlich gut tun würde das zu ändern und mir bewusst Zeit zu nehmen am Morgen. Darf ich fragen wann du aufstehst?
    LG Kristina

    1. Der erste Schritt ist, dass Dir das bewusst ist, dass Dir eine Routine gut tun würde. Der nächste ist, diese zu planen. Plane auch ein, dass du mehr Zeit zum aufwachen benötigst und um in die Gänge zu kommen! Dann fällt Dir das leichter :) ich stelle mir manchmal Wecker, die mich daran erinnern, was ich als nächstes machen wollte.
      Durch die Arbeit und Pendelei um 4 Uhr. Mache meine Routine allerdings genauso bzw. möglichst genauso, wenn ich später aufstehe 😊

      Liebe Grüße
      Annkathrin

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