Brauchen vs. Wollen – kennst du die Bedeutung für dich?

Brauchst du das? Oder willst du das? Auf diese Fragen stieß ich bereits 2018. Damals habe ich mich mit meinen Finanzen auseinandergesetzt. Diese beiden Fragen können aber nicht nur bei den Finanzen gefragt werden, sondern in (fast) allen Lebenslagen.

© Optimarc/shutterstock.com

Inhalt

2018 war das Jahr in dem ich mein Leben wieder in den Griff bekommen habe. Oberste Priorität: meine Finanzen. 2017 lief nicht besonders gut für mich (ein, zwei Wort habe ich im „Über mich“ dazu verloren) und vieles ist liegen geblieben.

Während ich mich also mit meinen Finanzen auseinandersetzte, stieß ich auf die Begriffe „Need“ und „Want“. Besser gesagt: mir wurde geraten, ich solle doch eine Liste machen mit meinen Need’s und Want’s. Anfangs hatte ich keinen Plan, was die Finanz-Blogger da von mir wollten. Nach und nach habe ich es immer besser verstanden, bis ich diese Begriffe inzwischen auf (fast) alle Lebenslagen beziehe. „Fast“ nur, weil ich noch keine Bereiche gefunden habe, in denen das nicht geht, aber damit du mir daraus keinen Strick ziehen kannst, formuliere ich das lieber so.

Brauchen vs. Wollen – die Definition

Um zu verstehen, was gemeint ist, definieren wir die beiden Begrifflichkeiten. Die „Need’s“ sind für mich die Basisdinge, die ich für das Überleben benötige. Im Grunde also die unterste Stufe der Maslow’schen Bedürfnispyramide. Die „Want’s“ waren für mich immer die Luxusgüter – Dinge, die nicht Not tun. Dazu zählten für mich z.B. das Auto und Streaming-Dienste.

Das hier sind laut Duden die offiziellen Definitionen:

Brauchen – nötig haben, [für sich] benötigen

Wollen – nötig haben, [für sich] benötigen

Anwendung bei materiellen Dingen

Im Bereich Finanzen zu wissen, was die eigenen Want‘s und Need’s sind, ist ziemlich gut. Somit können Impulskäufe vermieden werden. Impulskäufe waren bei mir damals ziemlich hoch im Kurs. Viel zu oft habe ich Produkte gekauft, nur weil ich sie schön fand, aber gebrauchen konnte ich sie nicht. Wenn du zu Impulskäufen neigst, lohnt sich übrigens auch für eine Zeit ein „Konsumtagebuch“ zu führen.

Um meine Impulskäufe in den Griff zu bekommen, habe ich mir zwei Listen angelegt.

  1. Grobe Wunschliste, mit genauerer Beschreibung (z.B. Hose, Stoff, blau, lang)
  2. Genauere Wunschliste mit dem genauen Produkt

Fällt mir etwas ein, dass ich haben möchte, landet es auf der ersten Liste. Nach einem gewissen Zeitraum (welcher bei mir variiert, zwischen 3 Wochen bis 2 Monate) schaue ich auf meine erste Liste und frage mich: Benötige ich das Produkt wirklich? Hätte ich das Produkt mehr als einmal benötigt in diesem Zeitraum?

Ist die Antwort ja, gehe ich in die Recherche. Das recherchierte Produkt landet dann auf der zweiten Liste. Hier gebe ich mir selber wieder einen gewissen Zeitraum (der meist deutlich kürzer ist, als der erste). Dieser dient dazu, dass ich mir sicher bin, dass mir das recherchierte Produkt wirklich gefällt. Erst dann kaufe ich es.

Ich habe bei anderen gesehen, dass sie mit Strichlisten arbeiten. Jedes Mal wenn sie an ein Produkt auf der Liste denken, bekommt dieses einen Strich. Je mehr Striche, desto wichtiger ist das Produkt (hängt natürlich auch von dem selbstgesetztem Zeitraum ab – 10 Striche in 10 Tagen haben eine andere Dringlichkeit, als 10 Striche in 5 Monaten).

Während der „gewissen Zeiträume“ fällt mir sehr schnell auf, ob ich das Produkt wirklich brauche oder ob ich es nur will. Je öfter dieser Prozess durchlaufen wird, desto schneller ist schon anfangs klar, ob es ein „Brauchen“ oder ein „Wollen“ ist.

Wie gesagt, anfangs habe ich es nur im Bereich Finanzen und dabei vor allem auf materielle Dinge bezogen. Heute nutze ich das Konzept in vielen Lebenslagen.

Eine visuelle Darstellung

Sehr spannend fand ich auch eine Idee, in dem die Eisenhower-Matrix auf Brauchen vs. Wollen angepasst wurde. Da hatte ich vorher noch gar nicht drüber nachgedacht, macht jedoch total viel Sinn. Diese Art der visuellen Darstellung kann helfen, sich dem ganzen noch bewusster zu werden.

Falls du die Eisenhower-Matrix nicht kennst:

Nehmen wir das obige Beispiel der Jeans wieder auf. Zuerst frage ich mich, ob ich überhaupt eine Jeansbrauche. Meine Antwort lautet „Ja“. Also gehört sie zu den beiden rechten Quadranten. Dann frage ich mich, ob ich sie auch will. Meine Antwort ist wieder „Ja“. Und somit gehört sie in den rechten oberen Quadranten.

Unterstützung in allen Entscheidungen

Wie bereits erwähnt, habe ich diese beiden Konzepte anfangs vor allem in allen Finanz-Fragen verwendet. Heute nutze ich die Eisenhower-Matrix auch für andere Entscheidungen, z.B. ob ich an einem Event teilnehmen möchte oder ein bestimmtes Buch lesen möchte. Es hilft mir dabei, bewusste Entscheidungen zu treffen und meinen minimalistischen Lebensstil beizubehalten.

Mir helfen diese beiden Konzepte jetzt seit über 4 Jahren die für mich richtigen Entscheidungen zu treffen. Ab jetzt hoffentlich auch dir!

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