Nachhaltigkeit

Astrid und die Nachhaltigkeit | #4

23/09/2019

Schon lange folge ich Astrid auf Instagram und habe durch sie bereits viel gelernt. Besonders toll finde ich, dass sie nicht nur über Nachhaltigkeit erzählt, sondern auch anpackt – wie z.B. die Müllsammelaktionen, welche Astrid zusammen mit Vivien ins Leben gerufen hat. Vivien hat letzte Woche Montag die Fragen lieberweise beantwortet und somit ist heute Astrid dran. Viel Spaß beim Lesen!

Erzähle doch kurz über dich – wer bist du und wo kommst du her?

Ich bin Astrid, lebe in Wien, wo ich eine Schauspielausbildung gemacht habe. Mittlerweile arbeite ich als Autorin, Social Media Managerin und betreibe einen Instagramkanal.

Um dich noch ein bisschen besser kennenzulernen: 3 Dinge über dich, die bisher kaum/keiner kennt …

  • Ich schlafe fast ausschließlich auf meiner rechten Seite
  • Ich ekle mich vor fremdem Kühlschrankgeruch
  • Ich ziehe sofort meine Schuhe aus, sobald es die Möglichkeit dazu gibt

Seit wann lebst du nachhaltig und was war der Auslöser dafür?

Ich denke man kann nie vollständig nachhaltig leben. Aber mein Bewusstsein dafür hat eigentlich schon als Kind begonnen, in gewissen Bereichen, weil meine Eltern mir vieles vorgelebt haben. Im Erwachsenenalter hat das vor etwa 6 Jahren eine hohe Priorität bekommen und wächst von Tag zu Tag.

Wie definierst du „Nachhaltigkeit“ für dich?

Für mich bedeutet nachhaltig leben, die Lebensdauer von Dingen zu verlängern. Gebraucht kaufen, altes wiederverwenden, Dinge auszuborgen, weiterzugeben, reparieren zu lassen. Ich denke es ist super wichtig seinen Konsum zu hinterfragen, hier kann man einfach richtig viele Ressourcen einsparen.

Was ist dein bisher interessantestes Learning auf deiner Reise?

Dass ich bin mit weniger Besitz und weniger Konsum wesentlich erfüllter und glücklicher bin. Es ist ein absoulter Gewinn nicht mehr ständig dem Gefühl nachzulaufen, etwas neues besitzen zu müssen um sich zu fühlen.

Hat dich die Nachhaltigkeit bereits persönlich weitergebracht? Wenn ja, inwiefern? Bist du durch dein nachhaltigeres Leben aktiver im Alltag geworden?

Und wie. Ich habe (vor allem über Instagram) tolle Persönlichkeiten kennenlernen dürfen und Freundschaften geschlossen, die sehr schnell sehr tief gehen, weil man dieselben Werte im Herzen trägt. Das verbindet. Wenn man dann auch noch gemeinsam etwas bewirken will, dann kommt man automatisch in den Austausch mit anderen. Aber mich persönlich hat es wie gesagt insofern weitergebracht, als, dass ich eben entspannter bin, mein Leben entschleunigter ist und ich viel bewusster lebe.

Was ist dein liebster Tipp, wenn du gefragt wirst, wie man einfach nachhaltig leben kann?

Einfach anfangen. Auch wenn es am Anfang nur die besagten, Stoffsackerl oder Glasflaschen sind. Wenn man nicht völlig ignorant durchs Leben rennt, dann bleibt es nicht bei diesem einen Schritt, es bringt etwas ins Laufen und irgendwann will man den nächsten Schritt machen und dann wieder den nächsten. Ich denke das allerwichtigste ist sich von dem Perfektionismus zu trennen. Ein nachhaltiges Leben gibt es nicht. Niemand kann zu 100% nachhaltig leben. Wenn man das erst mal begriffen hat und Spaß daran findet, dann ist es überhaupt keine Frage mehr, sondern ein Verlangen. Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen, helfen und bestärken. Und wenn es für den Anfang 1-2 vegane Tage pro Woche sind bewirkst du damit unheimlich viel und darauf darfst du stolz sein!

Zum Abschluss, eine Frage, die die Menschheit spaltet: Pizza mit oder ohne Ananas?

Endlich kommen wir zum essentiellen Teil dieser Umfrage. MIT! (ja, ich stehe dazu!)

Vielen lieben Dank, Astrid für deine Antworten!

Du findest Astrid auf Instagram unter @wienerkind.

Hast du auch Lust, interviewt zu werden? Dann schreibe mir eine kurze Nachricht via dem Kontaktformular oder bei Instagram. ?

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8 Comments

  • Reply Katharina 16/10/2019 at 12:57 PM

    Eine tolle Interviewreihe! Ich finde es sehr spannend, wie verschieden das Thema Nachhaltigkeit angepackt wird. Das tolle daran ist ja: Es gibt keinen ‘richtigen Weg’, sondern alle leisten ihren wichigen Beitrag. Bin auf weitere Beiträge gespannt!

  • Reply Bettina Halbach 28/09/2019 at 8:50 AM

    Liebe Annakathrin, Ein sehr gelungenes Interview! Besonders den Tipp einfach anfangen finde ich gut, und wenn es Kleinigkeiten sind. 100 % perfekt nachhaltig leben können wir Menschen nicht, das glaube ich auch, aber es gibt doch diesen Spruch Kleinvieh macht auch Mist (ich finde nicht, dass der Spruch gut klingt, aber er drückt aus, was ich meine :-) ) Liebe Grüße Bettina

    • Reply Annkathrin 02/05/2020 at 12:05 PM

      Kleinvieh macht auch Mist – genau das ist, was ich hier und auf Instagram vermitteln möchte. Es geht nicht darum, dass einige wenige zu 100% alles perfekt macht, sondern das alle ihr bestes geben. :)

      Liebe Grüße
      Annkathrin

  • Reply Anika 27/09/2019 at 4:29 PM

    Dass es sich angenehmer lebt, wenn man weniger besitzt, bzw. einfach nicht immer sofort alles neu kauft, habe ich auch schon festgestellt. Ich habe z.B. schon ewig keine neuen Klamotten mehr gekauft und dabei alte Teile in meinem Schrank komplett neu entdeckt :)

    Achja, und: Ananas auf Pizza, ja, ja, ja!!!

    • Reply Annkathrin 02/05/2020 at 12:06 PM

      oh wie schön! Shoppen im eigenen Kleiderschrank ist einfach das Beste was du machen kannst :D Auf wie viele neue Kombinationen bist du schon gestoßen?

      Liebe Grüße
      Annkathrin

  • Reply Michelle 27/09/2019 at 11:42 AM

    Nochmal ein spannendes Interview! Einfach anfangen finde ich einen guten Rat. Und wenn es nur die kleinen Dinge sind, die können auch schon viel bewirken!

    Ich finde übrigens auch, dass Ananas auf Pizza darf :D

  • Reply Jana 26/09/2019 at 10:41 AM

    Ich finde, Nachhaltigkeit geht zur Zeit durch alle Medien und das ist auch gut so! Die Menschheit muss diesbezüglich langsam aufwachen und kleine Schritte sind besser als keine!

    Liebe Grüße
    Jana von SimplyJaimee.de

  • Reply Dr. Annette Pitzer 25/09/2019 at 10:01 AM

    Eine wichtige Lektion, dass es sich mit weniger Ballast leichter und glücklicher lebt. Und ja Besitz ist oft eine Ersatzbefriedigung.
    Alles Liebe
    Annette

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