Fitnessnacht 2016 – Eine halbe Nacht voller Fitnesskurse

6 Stunden. 40 Studios. 15€. Unzählige verschiedene Kurse. Das ist das Event “Fitnessnacht”. Als Nicht-Hamburger, aber auch als Hamburger, fragst Du dich vielleicht, was das ist. Letzten Samstag hat das Magazin “fit for fun” die Fitnessnacht in Kooperation mit 40 verschiedenen Gyms das erste Mal überhaupt organisiert. Alle Studios hatten verschiedene Programme mit 30 – 60 Minuten Kurse. Zusammen mit einer Freundin habe ich an der Fitnessnacht 2016 teilgenommen und erzähle Dir hier von meinen Erfahrungen.

Es ist deine Entscheidung welche Kurse du mitmachen möchtest. Wie du von Ort zu Ort kommst, musst du selber organisieren. Als Ticket gab es ein Armband – verlieren war schwierig und es war schnell erkennbar, warum man in das Studio reinstürzte und sich planlos umguckte.

Zwei Tage zuvor haben Nicole und ich uns jeder einen Plan gemacht, welche Kurse wir besichen wollten. Ein paar zusammen, andere jeder alleine. Wir sind beide sportlich, allerdings auf verschiedenen Fitness-Leveln und mit unterschiedlichen Interessen, da ist es natürlich, dass wir zum Teil unterschiedliche Kurse besuchen.

Dance & BlackrollNicole and I

Direkt nach meinem Aushilfsjob ging es zum Meridian Spa in Eppendorf. Das Gym ist eher teurer und ich würde normalerweise dort nicht hingehen.Du kannst dir auch Tagesticket fürs Spa, Massagen etc. holen. Das Gym, durch das ich zu den Kursräumen musste, war beeindruckend. Die haben ihre eigene Kletterwand und eine richtige Ecke für freie Gewichte, Crossfit oder Freeletics. So viele verschiedene Möglichkeiten!

Der erste Kurs den ich besuchen wollte, hieß “Dance” und ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Am Ende war es ein Mix aus Lateinischem Tans und Fitness – nicht schlecht. Es war super lustig mit ca. 25 Mädels, dem Trainer und ich habe so gut wie keine Koordination… ganz amüsant!

Im Anschluss stieß Nicole für den “Blackroll”-Kurs hinzu. Ich liebe es mit meiner eigenen zu Hause zu trainieren und habe mir erhofft, ein bisschen dazuzulernen. Die 30 Minuten war hart, mein Körper tat weh. Viele Übungen kannte ich, andere waren neu. Ich lernte welche für meinen Nacken und hatte, nachdem ich sie immer regelmäßig in den letzten Tagen gemacht habe, das Gefühl, dass der besser geworden ist.

Fight FitnessNicole and I

Nächste Station: “Fight Fitness” bei OnStage in Wandsbek. OnStage hat ein kleines Gym, mehrere Studios und viele verschiedene Kurse. Durch die Gruppe vor uns hatten wir eine Verspätung von 8 Minuten. Das war gar nicht so gut, wenn man am Ende eine Bahn erwischen muss um rechtzeitig zum nächsten Kurs zu kommen. Der Raum war sehr klein und wenn wir mehr gewesen wären, wäre es echt eng geworden. “Fight Fitness” hat sehr viel Spaß gemacht, denn was macht es auch anderes, wenn du dich bewegst, Kicks übst und den anderen boxen darfst (natürlich mit Schutz ;) ).

CrossFit

Wir haben verspätet geendet und ich bekam meine Bahn nicht. Meine nächste Station der Fitnessnacht war das CrossFit in Hammerbrook und ich wollte unbedingt hin. In 20 min habe ich die 2.1km dann irgendwie laufend geschafft und war nur 2 Minuten zu spät. Zum Glück wurde gerade erst erklärt, was CrossFit ist und was wir machen. Warm-Up stand erst auf dem Plan (war ja nicht erst hingelaufen …) und danach ein WOD (Workout of the day):

Das WOD bestand aus:

  • 500m Rudermaschine
  • Burpees mit Frog jumps ~10m
  • 3×5 pull-uos, push-ups und 15 Squats
  • zurück zu den Rudermaschinen laufen und in jede Hand eine Kettleball nehmen
  • 4 große Runden mit den Kettleballs gehen oder laufen

Zeit: unter 15 Minuten

Erklärung zu den „Burpees mit Frog jumps“: Du sitzt in einer hockenden (Frosch-) Position, springst mit den Beinen zurück, machst einen Liegestütz, springst wieder in die Hockposition und beendest den Burpee mit einem Strecksprung. Direkt nach der Landung machst du einen großen Sprung vorwärts und beginnst wieder von vorne.

Das war das härteste Workout an dem Abend und es war unglaublich toll. Es macht mir so einen Spaß mich mit anderen zu messen, trotzdem aber ein Team zu sein!

Während ich beim CrossFit war, hat Nicole bei einem Radfahr-Kurs teilgenommen. Später hat sie mir erzählt, dass das wie ein Spinning-Kurs war und ihre Beine danach sich wie Wackelpudding angefühlt haben.

Bauch-Beine-Po Workout mit Louisa und Jan von Fit TrioPhoto 07-03-16 4 05 46 PM

Eigentlich wollten Nicole und ich den Abend zusammen ausklingeln lassen bei einem letzten gemeinsamen Workout. Im letzten Moment hat sie mir leider abgesagt. Dann bin ich eben alleine hin. Das letzte Workout der Fitnessnacht hat im East Sporting Club stattgefunden. Dieser befindet sich direkt auf der Reeperbahn in einem Hotel. Es war ein komisches Gefühl durch die Partygänger auf dem Kiez in Sportkleidung und Sporttasche zu laufen. Alle waren schick fertiggemacht und ich war einfach nur fertig und durchgeschwitzt. Als ich ankam wusste ich noch nicht, dass der Sporting Club zu dem Hotel gehört, genauso wie der Club unten. Daher stand ich verwirrt da, bis ich den Türsteher fragte, der mir gelangweilt sagte, dass ich den 5. Stock muss – am Ende war es ein anderes Stockwerk, aber egal. Ich war drinnen. Das Hotel und der Club sahen sehr nach High Society aus – ich habe mich nicht wirklich wohlgefühlt, weil das so gar nicht meine Szene ist.

Erst als ich im Gym ankam, war ich wieder in meinem Element. Kurz nach meiner Ankunft habe ich Jan und Lou getroffen. Die beiden sind ein bekanntes Fitness-Duo (Fit Trio) mit ihrem eigenen Blog und Instagram Account. Im letzten Jahr habe ich an einigen ihrer Workouts in den Parks bei uns teilgenommen. Bei der Fitnessnacht haben sie verschiedene Workouts in verschiedenen Gyms gegeben und wurden dabei vom NDR begleitet. Gefühlt war das Workout, das kam, das härteste von allen. Wahrscheinlich dadurch, dass mir bereits 5,5 Stunden Sport in den Knochen steckte. Der Raum ist viel zu klein gewesen für die 30-35 Teilnehmer und es war sehr eng. Das Mädel neben mir und ich haben uns regelmäßig gegenseitig ausversehen getreten, gehauen etc. bis wir synchron geworden sind. Ab da lief es!

Jan, Lou & I at the end of the event
Jan and Lou (Fit Trio) und ich

Abschließend ist zu sagen, dass die Fitnessnacht sehr viel Spaß gemacht hat! Es war schön, viele Gyms und Studios kennenzulernen, bei denen man die Möglichkeit sonst nicht hat oder die sowieso für einen rausfliegen, da sie zu teuer sind. Ich war unglaublich fertig nach der langen Fitnessnacht und hatte drei Tage lang Muskelkater!

Schade ist es, dass die Fitnessnacht sehr schlecht beworben wurde. Viele meiner Freunde aus der Hamburger Region wussten davon nicht und fanden dies schade, sie wären gerne dabei gewesen. Ich habe es nur mitbekommen, weil ich die Fit for Fun lese. Dazu kam, dass Nicole mich darauf ansprach. Andersweitig hätte ich es wohl auch nicht mitbekommen.

Ich freue mich auf eine Wiederholung des Events! Und drücke allen die Daumen, dass sie das in unterschiedlichen Städten organisieren, damit jeder diese Möglichkeiten bekommen kann!

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