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Zero Waste Grundausstattung: Diese nachhaltigen Alternativen besitzt du schon

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Welche Produkte brauchst du am Anfang deiner Reise zu einem nachhaltigeren Leben? Am Anfang kann das ganz schön überfordernd sein. Deswegen habe ich hier eine Liste für deine Zero Waste Grundausstattung geschrieben. Pst – einige nachhaltige Alternativen hast du schon zu Hause.
Annkathrin sitzt auf einem Longboard und lacht in die Kamera. Neben ihr steht ein Rucksack und sie hält eine Trinkflasche in der Hand.

Inhaltsübersicht

„Wer Zero Waste lebt, braucht keinen Mülleimer!“ – das war meine Meinung 2017, als ich meine nachhaltige Reise begann. Dazu flog alles raus, was nicht niet- und nagelfest war und meinen neuen Nachhaltigkeits-Ansprüchen genügte.

Sagen wir es so: es sind auch viele Sachen rausgeflogen, die nicht hätten sein müssen. Nur damit ich mir danach neue oder secondhand „nachhaltigere Alternativen“ gekauft habe. Das war, weiß ich heute, sinnloses Geld und Ressourcen ausgeben.

Warum ich das gemacht habe? Ich habe mich von anderen Zero-Waste-Blogger*innen auf Social Media influencen lassen. Meine Lebensmittel müssen in schönen Mason Jars sein, es gehen nur die guten Edelstahldosen als Brotdosen und natürlich brauche ich Glasstrohhalme!

Nach über 5 Jahren weiß ich, dass vieles davon nicht Not getan hätte. Deswegen gebe ich dir mit: Du musst nicht alles sofort und auf einmal austauschen! Zero Waste ist ein langfristiges Ziel, gehe daher Schritt für Schritt.

Deine Zero Waste Grundausstattung

Ich glaube, dass du viele nachhaltige Alternativen von diesen umweltschonenden Produkten bereits zu Hause hast. Sei kreativ! Schreibe in die Kommentare welche Produkte du weiterbenutzt, anstatt neue zu kaufen – ich bin gespannt.

Tipp: Diese Übersicht eignet sich auch super, um ein Zero Waste Starter Kit zum Verschenken zusammenzustellen.

Taschen und Obst- und Gemüsebeutel für deinen Einkauf

Der erste Schritt nachhaltig einzukaufen ist, auf die (Plastik-)tüten im Supermarkt oder auf dem Markt zu verzichten. Dazu gehören die Hemdchenbeutel beim Obst und Gemüse und die Plastiktüten an der Kasse. Auch die aus Papier zählen dazu.

Bei Äpfeln, Zucchini, Gurken, Paprika und weiterem „großen“ Obst und Gemüse brauchst du gar keine Tüte. Lege sie unverpackt in deinen Korb und direkt auf das Kassenband. Einmal abwaschen (was du immer machen solltest) und gut ist. 

Für Pilze, Tomaten, Rosenkohl – also alles was klein ist – eignen sich Gemüsenetze. Natürlich kannst du dir die kaufen, wie zum Beispiel diese Obst- und Gemüsenetze aus Baumwolle *. Aber vielleicht hast du ja auch schon kleine Stoffbeutel zu Hause? Oder du nutzt einmal die Papiertüten und verwendest sie dann immer wieder.

Ich wette darauf, dass du eine Alternative für die Plastiktüten zu Hause hast: Stofftaschen, IKEA-Taschen, Klappkisten, Rucksack – alles davon kannst du als Einkaufstasche oder Einkaufskorb nehmen.

Auch wenn du anfängst, im Unverpackt Laden einzukaufen: du musst dir keine neuen Behältnisse kaufen. Brotdosen, alte Einweggläser, die leere Papierverpackung vom Mehl – das sind alles perfekte Behältnisse.

Zero Waste in der Küche

Ich habe es oben schon erwähnt: ich habe sehr viel rausgeschmissen, um dann neu oder secondhand zu kaufen. Das nachhaltigste ist, das zu benutzen, was du schon hast. Leere Marmeladengläser eignen sich perfekt, um die Lebensmittel aufzubewahren.

Du hast die klassische Geschirrbürste aus Plastik vom schwedischen Möbelhaus? Bitte benutze sie, bis sie kaputt ist. Erst dann investiere in Küchenbürsten aus Holz oder Metall. Hier findest du meine liebsten Küchenbürsten *:

Klicke auf die Produkte im Bild um zu den Bürsten zu kommen.

Dasselbe gilt auch für die Küchenschwämme. Es ist der Umwelt nicht geholfen, wenn du die Standardschwämme und Tücher aus dem Supermarkt unbenutzt wegschmeißt. Nutze sie, gehe mit ihnen bewusst um und besorge dir dann 2-3 waschbare Spülschwämme und Spültücher.

Wo ich Geld investieren würde, sind gute Brotdosen. Gerade, wenn deine aus Plastik sind, empfehle ich dir das. Das hat einen einfachen Grund: auch wenn die Dosen für Lebensmittel gemacht werden, können sie Schadstoffe an die Lebensmittel abgeben. Je öliger das aufbewahrte Lebensmittel ist, desto einfacher nimmt es die Schadstoffe vom Plastik auf.

Ich möchte hier kein komplett neues Thema aufmachen, daher nur ein ganz kurzer Ex-Kurs: Jeder Hersteller von Lebensmittelkontaktmaterialien braucht eine Konformitätserklärung. Diese sagt aus, dass das Produkt mit den geltenden Regeln konform ist. Dazu gehört, dass die Grenzen für die enthalten Chemikalien eingehalten werden, etc. Kontrolliert wird dies in den Bundesländern stichprobenartig und auch national wird nicht jedes einzelnes Produkt geprüft. Wir wissen, dass nicht jeder Hersteller sich an die Regeln hält und das auch die Schadstoffe unterhalb der Grenzen in unsere Körper gelangen können.

Ich habe mir am Anfang direkt Edelstahldosen gekauft – ganz ehrlich: die brauchst du nicht am Anfang für deine Zero Waste Grundausstattung. Es reichen Glasdosen mit einem Plastikdeckel. Das meiste Essen was in den Dosen aufbewahrt wird, kommt selten mit dem Deckeln in Berührung. Daher haben mein Freund und ich uns in Minneapolis auch nur diese Vorratsdosen von IKEA * besorgt:

Klicke auf die Produkte im Bild um zu den Bürsten zu kommen.

Zero Waste unterwegs

Anstatt mir ein To-Go-Besteck zu kaufen, benutze ich bis heute einfach das Besteck von zu Hause. In ein Handtuch einwickeln – fertig ist das To-Go-Besteck. Vielleicht sollte ich mir für das Reisen eine Alternative besorgen, dieses Reisebesteck steht seit längerem auf meiner Wunschliste

Vielleicht hast du das vorher schon gemacht, vielleicht fängst du jetzt erst damit an: Essensvorbereitung bzw. Meal Prepping und das Essen mitnehmen. Nur worin? 

Am einfachsten sind deine Brotdosen. Versuche auf Alufolie und Frischhaltefolie zu verzichten, da es Einwegprodukte sind. Stattdessen sind Butterbrotpapier oder Wachstücher eine gute Alternative. Aber auch die Marmeladengläser (oder größere Versionen davon) eignen sich. Sei kreativ!

Bei diesem Produkt bin ich mir zu 99% sicher, dass du diese zu Hause hast: den wiederverwendbaren Thermobecher für Kaffee oder Tee. Egal, wo ich bisher gewesen bin und wie nachhaltig die Freund*innen und Bekannten leben – ein To-Go-Becher war immer im Haushalt zu finden. Solltest du noch keinen haben, dann lies diesen Beitrag vorher: Warum ein Bambusbecher nicht der richtige To-Go-Becher für dich ist.

Das gilt auch für wiederverwendbare Trinkflaschen. Verzichte darauf, immer wieder eine neue Plastiktrinkflasche zu nehmen. Stattdessen nutze deine Plastiktrinkflasche wieder und wieder. Ja, das schreibe ich, obwohl ich kein Fan davon bin. Wovon ich jedoch ein Fan bin, sind einfach Lösungen. Alternativ besorgst du dir eine Glas- oder Edelstahltrinkflasche oder du füllst deinen To-Go-Becher immer wieder auf (bitte nicht immer nur mit Kaffee). Wiederverwendbare Trinkflaschen sind die Basic der Grundausstattung und wie, ich finde, die einfachste Umstellung.

Nachhaltige Alternativen im Bad

Wir haben hier dasselbe Thema wie im Abschnitt zur Küche: erst aufbrauchen, dann neu kaufen. 

Ja, deine Plastikzahnbürste ist nicht nachhaltig. Nutze sie dennoch die drei Monate zu Ende und schaue dann, ob du auf Bambuszahnbürsten umsteigen kannst. Ich persönlich liebe sie, weiß aber auch, dass Freunde damit überhaupt nicht klarkommen. Sie nutzen stattdessen die Tio-Zahnbürste mit Wechselkopf * oder die elektrische Zahnbürste von happybrush *. Ich habe beide noch nicht ausprobiert und das Feedback ist bei Tio top, bei der elektrischen Zahnbürste durchwachsen.

Weitere Produkte der Zero Waste Grundausstattung, bei denen du ähnlich vorgehen kannst, sind Zahnseide, Shampoo und Seife. Ich habe diese nachhaltige Zahnseide * aus dem Unverpackt Laden.

Let’s talk about Zahnpasta: zu Beginn habe ich meine Zahnpasta selbst hergestellt. Bevor die Frage kommt: Meine Zahnärztin war total in Ordnung damit. Auf Dauer habe ich darauf keine Lust mehr gehabt und seitdem kaufe ich Zahnputztabletten. Ich komme mit denen sehr gut klar und auch meine Zahnärztin ist zufrieden. Mir ist klar, dass das nicht für jeden etwas ist. Auch hier: brauche auf, was du schon hast und dann schaue nach Alternativen im Laden. Es gibt bereits sehr gute im Ladenregal, wie z.B. die Zahnpasta von Ben und Anna *

Shampoo und Seife: wenn deine Produkte sich zu Ende neigen, schaue, ob du eine feste Seife oder zumindest ein nachhaltigeres Produkt findest. 

Bei Handseife ist es sehr einfach, die gibt es schon immer in den Drogeriemärkten.  Ich bin mit fester Handseife aufgewachsen und fand flüssige Handseife immer etwas komisch. 

Festes Shampoo für die Haare ist sehr individuell. Ich habe bis 2022 festes Haarshampoo verwendet. Ich persönlich fand es toll, meine Haare jedoch nicht. Deswegen bin ich wieder zurück zu Flüssigshampoo gewechselt. Es kommt sehr auf die Haarstruktur drauf an und du wirst verschiedene feste Shampoos ausprobieren müssen. Wie gesagt, es gibt auch dafür tolle nachhaltige Alternativen in der Drogerie und/oder du kannst es dir auch im Unverpackt Laden in deine alten Shampooflaschen abfüllen lassen.

Früher haben die Männer ihren Bart immer mit einem Rasierhobel getrimmt. Das wir heutzutage Plastikrasierer verwenden ist nur ein Ding der Einfachheit. Warum als nicht wieder zurück zum Rasierhobel? Als ich mir vor Jahren meinen Rasierhobel gekauft habe, gab es nur eine einzige Art von Rasierern. Heute gibt es die auch mit dem verstellbaren Kopf und mehreren Klingen. Mein Rasierhobel * ist eine Investition, die ich nicht bereue und mit der ich schon einige hundert Euro gespart habe. 

Wusstest du, dass du aus wenigen Zutaten Deo selbst herstellen kannst? Für mich ist das leider nichts, da ich sehr schnell und sehr viel schwitze. Ich nutze aktuell das feste Deo von Wild * und bin ein bisschen verliebt. Nicht nur, dass es schöne Verpackungen hat, sondern auch die Gerüche sind super angenehm und halten sehr lange. Die Verpackung behältst du und tauschst immer nur das Deo aus. Dieses gibt es in verschiedenen Gerüchen und bekommst du in Pappverpackungen. Der einzige Nachteil ist, dass es an den Klamotten haften bleiben kann. Erst Deo auftragen und dann ein schwarzes Kleid anziehen ist keine gute Idee – ich spreche da aus Erfahrung …

Wenn du dich schminkst, gehört da auch das Abschminken zu. Dafür sind Wattepads ein beliebtes Produkt. Nachhaltiger sind jedoch Waschlappen oder waschbare Abschminkpads (die du aus einem alten Handtuch und etwas Stoff selbst nähen kannst).

Mit diesen Tipps, hätte ich am Anfang meiner Nachhaltigkeitsreise weniger neue Produkte gekauft und Geld gespart. Fallen dir noch weitere Produkte ein, die zur Zero Waste Grundausstattung gehören?

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