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Gemeinschaftlich gärtnern mit „Urban Farming“

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Für Stadtmenschen ist ein eigener Garten oft ein Traum. Doch was, wenn dieser Traum mitten in der Stadt Wirklichkeit werden könnte? Juliane Ranck und Laura Setzer erkunden in ihrem Buch „Urban Farming“ genau das.

Inhaltsübersicht

Stadtmenschen kennen das Problem: ein eigener Garten ist zumeist nur Wunschdenken. Kaum Platz, zu teuer und bei Schrebergärten ist die Nachrückerliste so lang, dass man Jahr(zehnt)e warten muss.

Mit einem eigenen Balkon kannst du zumindest (je nach Größe) etwas Obst und Gemüse züchten und ernten. Selbstversorgung ist hier das Stichwort.

Juliane Ranck und Laura Setzer, die Autorinnen von „Urban Farming“ sind noch einen Schritt weiter gegangen: Wie kann ein Ort mitten in der Stadt entstehen, der zur Erholung einlädt, zum Austausch und die städtische Lebensmittelnahversorgung neu denkt?

Was ist Urban Farming?

Urban Farming bedeutet auf deutsch „urbane Landwirtschaft“. Es ist eine landwirtschaftliche Praxis, welche in städtischen Umgebungen stattfindet. Nicht so, wie wir es vom Dorf kennen mit weitläufigen Ackern und großen Gerätschaften.

Stattdessen in oft begrenzten Räumen, wie Dachgärten, leeren Grundstücken oder in vertikalen Strukturen.

Der Begriff selbst geht auf die 1920er Jahre zurück, auf Überlegungen zur städtischen Nahrungsproduktion. Heute verstehen wir darunter die landwirtschaftliche Nutzung in der „Zwischenstadt“ (wenn eine Siedlung weder der Stadt noch dem ländlichen Raum zugeschrieben werden kann) und in den Verdichtungsräumen. 

Im Zusammenhang mit „Urban Farming“ kommt gerne der Begriff „Urban Gardening“ auf. Auf den ersten Blick kann darunter dasselbe verstanden werden, jedoch geht es hier um die Größe. Beim „Urban Gardening“ geht es vorwiegend um die Selbstversorgung, die urbane Landwirtschaft dagegen hat das Ziel die Nahrungsversorgung für die Bevölkerung zu sicherzustellen. So soll die Abhängigkeit von weit entfernten landwirtschaftlichen Gebieten verringert werden.

Permakultur in der Stadt

Die beiden Autorinnen haben das großartige Projekt „GemüseheldInnen“ in Frankfurt aufgebaut. Das Ziel: den Anbau von Obst und Gemüse mitten in der Stadt zu ermöglichen.

Inzwischen haben sich viele weitere Wegbegleiter*innen angeschlossen, die mehrere Flächen nach den Prinzipien der Permakultur bewirtschaften.

Das Sachbuch „Urban Farming“ ist eine Inspirationsquelle und Nachschlagewerk zugleich. Denn es geht um bereits (weltweit) existierende Projekt und wie du es in deiner Stadt umsetzen kannst – oder auch in deinem Garten.

Ranck und Setzer nehmen uns z.B. mit, wie die französische „Ferme du Bec Hellouin“ funktioniert und erklären uns, wie man ein französisches Hügelbeet anlegt. Auch die Stadt Todmorden in England dient als Beispiel – diese versorgt sich komplett selbst.

All dies hat mich anfangs sehr verwirrt, als ich das Buch das erste Mal aufschlug. Irgendwie hatte ich die Erwartung, dass es wie „Dein fantastischer Balkongarten“ vor allem aus Anleitungen und Ideen besteht. Nach und nach bin ich immer tiefer in „Urban Farming“ eingetaucht.

Inzwischen bin ich begeistert und freue mich sehr, dass das Bewusstsein bei den Menschen steigt, dass wir etwas ändern müssen. 

Aufgewachsen auf dem Dorf ist ein Garten für mich etwas Selbstverständliches gewesen. In der Stadt habe ich dann angefangen meinen Balkon zu bepflanzen. Dabei ist jedoch wenig Ernte rausgekommen und ein Gemeinschaftsgartenprojekt wäre für mich perfekt gewesen.

Urban Farming

Autor*in: Juliane Ranck, Laura Setzer

Sprache: Deutsch

Genre: Sachbuch

Format: Print

Seitenzahl: 280

Verlag: Löwenzahn Verlag

Erscheinungsjahr: 2021

ISBN: 978-3-7066-2687-3

Jedes Mal begeistert es mich wieder, Bücher vom Löwenzahn Verlag in der Hand zu halten. Denn sie veröffentlichen nicht nur Bücher über Nachhaltigkeit, sondern setzt es dabei auch um. Die Bücher sind klimafreundlich hergestellt, cradle-to-cradle gedruckt und bleiben plastikfrei unverpackt. Ich habe den nachhaltigen Buchverlag bereits in einem eigenen Blogbeitrag behandelt: Den vollständigen Beitrag kannst du hier lesen.

Fazit zu „Urban Farming“

Auch wenn ich andere Erwartungen anfangs hatte, hat es mich überzeugt. Das gesamte Konzept vom „Urban Farming“ mit allen Facetten wird erklärt und ist einfach zu lesen. Voll gepackt mit großartigen Beispielen, innovativen Ideen und Anleitungen zum Umsetzen von Urban Farming lohnt es sich sehr.

Ich kann das Buch sehr empfehlen und bin gespannt, wie sich Urban Farming in der Zukunft weiterentwickelt!

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Löwenzahn Verlag entstanden.

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